Gegen sexualisierte Gewalt

Unsere Verbände wollen Kindern und Jugendlichen einen Schutzraum bieten. Gleichzeitig wissen wir, dass die meisten Übergriffe gerade im Nahbereich und durch vertraute Personen stattfinden. Jugendverbände sind hier leider keine Ausnahme. Deshalb werden unsere Leiter*innen besonders geschult und erhalten Handreichungen und Hilfestellungen.

Dabei geht es nicht nur um massive Fälle von Übergriffen, sondern auch darum, dass in Gruppenstunden wie auch auf Fahrt und Lager achtsam und freundlich miteinander umgegangen wird und individuelle Grenzen respektiert werden. Für die einen ist Flaschendrehen ein lustiges Spiel, für andere eine Qual. Damit sich alle in der Gruppe wohl und sicher fühlen können, muss das akzeptiert sein. Damit dies gelingt, ist es wichtig, präventiv vorzugehen und Gewalt keinen Platz zu lassen.

Unter den folgenden Links findet ihr mehr Informationen zur Präventionsarbeit unserer Mitgliedsverbände.

Aufarbeitung in den Verbänden

In den vergangenen Jahren haben drei Mitgliedsverbände mit umfassenden Aufarbeitungsprozessen von sexualisierter (und spiritueller) Gewalt begonnen. Im Februar 2024 stellte der BdP (Bund der Pfadfinder*innen) den Abschlussbericht einer unabhängigen Untersuchung durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

Der VCP (Verband Christlicher Pfadfinder*innen) verkündete im Januar 2024, die unabhängigen Forschungsinstitute Dissens – Institut für Bildung und Forschung e. V. und das Institut für Praxisforschung und Projektberatung beauftragt zu haben, mögliche Fälle von sexualisierter Gewalt und die dafür verantwortlichen Strukturen im VCP zwischen den Jahren 1973 und 2020 aufzuarbeiten. Die Ergebnisse dieser Aufarbeitungsstudie wurden im Januar 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht.

Die DPSG (Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg) startete den Aufarbeitungsprozess innerhalb des Verbandes Ende 2023. Ein Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Lieblig-Universität Gießen untersuchten das Vorkommen, die Hintergründe sexualisierter (und spiritueller) Gewalt sowie den (strukturellen) Umgang damit in der DPSG. Im Februar wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

rdp gründet Arbeitsgruppe für Kinder- und Jugendschutz

Auf der Ringversammlung II/25 wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, deren Hauptaufgabe die Entwicklung eines allgemeinen Schutzkonzepts für den rdp sein wird. Dies schließt zudem Prävention, Intervention und Awareness auf Veranstaltungen und darüber hinaus ein. Ziel ist unter anderem auch, die Definition verbindlicher Standards für die Teilnahme an rdp-Veranstaltungen (z.B. Umfang und Gültigkeit von Präventionsschulungen, Prozess zur Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse, Verhaltenskodex etc.).

Aufarbeitung

Mitgliedsverbände stellen Studienergebnisse vor

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Prävention

rdp diskutieren beim DJHT über die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt

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